Die 5 besten Orte für eine Workation in Europa

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Inhaltsverzeichnis

Workation. Eine Hängematte am Strand, sanftes Wellenrauschen und den Laptop lässig auf dem Schoß balanciert. Auch wenn dieses Sinnbild des ortsunabhängigen Arbeitens nicht unbedingt der gelebten Realität entspricht, spielen Workations (work + vacation) inzwischen nicht nur im Leben von Freelancer:innen und Selbstständigen eine Rolle.

Seit sich das Homeoffice als allgemein anerkannte Alternative zum Büroschreibtisch etabliert hat, haben immer mehr Menschen die Möglichkeit zumindest teilweise remote zu arbeiten. Die Ortsunabhängigkeit eröffnet dabei nicht nur ein ganz neues Feld an spannenden Jobs und Projekten, sondern kann auch einen wichtigen Beitrag zu einer verbesserten Work-Life-Balance leisten.

Gerade Freelancer:innen, die sich mit der Entscheidung „Urlaub machen oder Geld verdienen?“ oft schwertun, bietet eine Workation einen guten Kompromiss. Morgens arbeiten, nachmittags am Strand spazieren – so ein Tapetenwechsel sorgt bei vielen neben guter Laune auch für neue Motivation und Kreativität. Wenngleich eine Workation natürlich kein Ersatz für einen echten Erholungsurlaub ist, bringt sie doch eine positive Abwechslung in den Arbeitsalltag.

Wir haben uns die beliebtesten Reiseziele für eine Workation innerhalb Europas angeschaut und stellen euch unsere Top 5 vor. Dabei haben wir neben dem Klima und den Lebenshaltungskosten natürlich vor allem Faktoren wie die Internetqualität und den Ausbau von Coworkingspaces berücksichtigt. Lasst euch für die Auswahl eurer nächsten Workation ein bisschen inspirieren und teilt eure eigenen Tipps und Erfahrungen gern mit uns in den Kommentaren.

Workation: Visum, Steuern, Versicherungen und Co.

Ein großer Vorteil bei einer Workation innerhalb der EU ist die vergleichsweise unkomplizierte Umsetzung.
EU-Bürger:innen brauchen kein Visum und bei einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten sind in den meisten Fällen auch keine sonstigen keine Ab- oder Anmeldeprozesse erforderlich.
Der grundlegende Krankenversicherungsschutz besteht bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten in der Regel fort, allerdings solltet ihr zu den genauen Details vorab eure individuelle Versicherung kontaktieren und den genauen Sachverhalt klären. Es empfiehlt sich außerdem oftmals ergänzend der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung, um im Ernstfall von zusätzlichen Leistungen und Erstattungen Gebrauch machen zu können. Solange ihr euch nicht länger als 183 Tage im Jahr im Ausland aufhaltet und somit euren Lebensmittelpunkt weiterhin in Deutschland habt, bleibt ihr in vollem Umfang in Deutschland steuerpflichtig.

Ein weiterer nicht unwesentlicher Pluspunkt für ein Workation-Ziel innerhalb der EU ist das kostenfreie Roaming. Dank der EU-Roaming-Verordnung könnt ihr euren Mobilfunktarif auch während eurer Workation zu den gleichen Konditionen nutzen wie in Deutschland. Seit der Neufassung vom 1. Juli 2022 sogar in der gleichen Qualität (z. B. 5G), die ihr von zu Hause gewohnt seid. Für längere Aufenthalte oder eine sehr intensive Datennutzung bietet sich allerdings oft auch ein passender Tarif für mobiles Internet aus dem jeweiligen Reiseland an.

Alle genannten Informationen wurden von uns sorgfältig recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr. Für verbindliche Auskünfte wendet euch bitte an die zuständigen Stellen.

1. Lissabon und Algarve (Portugal)




Portugal zählt insbesondere bei Digitalen Nomaden schon seit einigen Jahren zu den absoluten Hotspots innerhalb Europas.
Neben der Hauptstadt Lissabon lockt vor allem die Algarve im Süden des Landes als Surferparadies mit traumhaften Stränden und grünen Hügeln im Hinterland. Hier lässt es sich sowohl am Meer als auch bei einer Wanderung durch die unberührte Küstenlandschaft wunderbar abschalten und entspannen.
Auch kulturell hat Portugal natürlich einiges zu bieten: Lissabon beeindruckt beispielsweise mit seinen historischen Bauwerken und das Erbe der Seefahrer ist besonders in den Städte Lagos und Sagres an der Algarve noch bis heute zu spüren.

Klima

Das Klima an der Algarve ist ganzjährig gut. Besonders die milden Temperaturen im Winter mit durchschnittlich 16-18 Grad machen diese Region für alle attraktiv, die dem grauen und kalten Wetter in Deutschland entfliehen möchten. 

Sprache

Die offizielle Amtssprache in Portugal ist Portugiesisch. Trotz der Nähe zum Nachbarland Spanien unterscheidet sich Portugiesisch bei genauerer Betrachtung doch deutlich vom Spanischen. Darum wird es in Portugal auch nicht so gern gehört, wenn man versucht, sich auf Spanisch zu verständigen. Wer des Portugiesischen also nicht mächtig ist, sollte es stattdessen lieber mit Englisch oder Französisch versuchen.

Unterkünfte

Die Anbieter:innen von Unterkünften an der Algarve haben das Potenzial von Remote-Arbeitenden erkannt und richten ihre Angebote entsprechend darauf aus. Neben klassischen Ferienwohnungen bieten inzwischen auch immer mehr Hotels spezielle Workation-Pakete für längere Aufenthalte an. Hier gibt es neben schnellem Internet beispielsweise Zimmer, die mit Schreibtisch und Monitor ausgestattet sind, sowie gesonderte Coworking-Bereiche und Konferenzräume.

Lebenshaltungskosten

Hier punktet Portugal insbesondere außerhalb der großen Städte mit ca. 20 % geringeren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Deutschland (s. Statista Preisniveauindex 2021). Für ein Abendessen in einem Mittelklasse-Restaurant sollte man daher rund 30 Euro für zwei Personen einplanen, während man hierfür in Deutschland ungefähr 50 Euro zahlt. (s. Idealista, Lebenshaltungskosten in Portugal 2021)

Internet und Coworkingspaces

An der Algarve finden sich verteilt an vielen verschiedenen Orten Coworkingspaces. Besonders in der Hafenstadt Lagos ist die Auswahl relativ groß. Außerdem ist der Ausbau des Breitband-Internets in der Region sehr gut und auch mobiles Internet ist entlang der Küste problemlos verfügbar. Für eine intensive Nutzung von mobilen Daten bietet es sich an, eine örtliche Prepaid-SIM-Karte anzuschaffen. Hier gibt es beispielsweise monatliche Flatrate-Pakete ab 40 Euro.

Gut zu wissen

Portugal hat gegenüber Deutschland eine Zeitverschiebung von einer Stunde. Das stellt den Arbeitsalltag natürlich nicht auf den Kopf, sollte aber bei der Planung von Meetings und Terminen trotzdem nicht vergessen werden.
Außerdem heben sehr viele Ortsfremde hervor, dass sie die Einwohner Portugals als besonders gastfreundlich und aufgeschlossen erleben. 

2. Barcelona (Spanien)

Barcelona ist nicht nur aufgrund seiner außergewöhnlichen Kombination aus beeindruckender Architektur, Strand und quirligem Kulturangebot ein beliebtes Reiseziel.

Als eine der fortschrittlichsten Smart Citys in Europa hat die zweitgrößte Stadt Spaniens insbesondere als Workation-Standort einiges zu bieten. Neben der modernen Stadtplanung, bei der beispielsweise Daten zu Luftqualität und Lärmpegel erhoben und bei der Verkehrsführung berücksichtigt werden, macht auch das schnelle, kostenfreie WiFi-Netzwerk mit über 1.500 Hotspots im Stadtgebiet Barcelona innovativ und lebenswert.

Außerdem ergeben sich durch die hohe Dichte an Workspace-Cafés und Coworkingspaces überdurchschnittliche gute Chancen, schnell mit anderen internationalen Remote-Worker:innen ins Gespräch zu kommen. Nicht umsonst zählt Barcelona schließlich zu den Top 10 Citys für Digitale Nomaden weltweit.

Klima

Da Barcelona an der spanischen Mittelmeerküste liegt, ist das Klima entsprechend mediterran. Im Winter sinken die Temperaturen selten unter 12 Grad, jedoch wird es in den Sommermonaten Juli und August teilweise unangenehm heiß, sodass die Stadt sich in dieser Zeit nur bedingt für eine Workation eignet. Empfehlenswert sind daher vor allem die Monate April bis Juni und September bis November.

Sprache

Die offiziellen Amtssprachen in Barcelona sind Katalanisch und Spanisch. Dank des internationalen Tourismus gelingt eine grundlegende Verständigung an vielen Stellen auch auf Englisch, allerdings sind Spanischkenntnisse nicht nur sehr hilfreich, sondern auch bei den Einheimischen gern gesehen.

Unterkünfte

Da Barcelona international sehr beliebt für Langzeitaufenthalte ist, gibt es in der Stadt viele Möglichkeiten auch unabhängig von Hotels oder Hostels eine Unterkunft zu finden. Sowohl Gemeinschaftshäuser, die Zimmer im Coliving-Konzept anbieten, als auch private Apartments zur Zwischenmiete sind eine gute Gelegenheit, um mit Einheimischen oder anderen internationalen Besucher:innen in Kontakt zu kommen. Außerdem lohnt es sich auch außerhalb der Innenstadt die Augen offenzuhalten, denn dank des weitreichenden Zug- und Metro-Liniennetzes gelangt man auch aus den Vororten schnell und unkompliziert ins Stadtzentrum.

Lebenshaltungskosten

Obwohl Spanien in Sachen Lebenshaltungskosten im landesweiten Durchschnitt ca. 12-15 % unterhalb von Deutschland liegt (vgl. Statista Preisniveauindex 2021), trifft dies nicht unbedingt auf Barcelona und einige andere große Städte zu. Insbesondere die Preise für Unterkünfte und Mieten sind im Stadtzentrum vergleichsweise hoch. Für ein Abendessen für zwei Personen in einem Mittelklasse-Restaurant solltet ihr ca. 40 Euro einplanen (s. Idealista, Lebenshaltungskosten in Spanien 2021).

Internet und Coworkingspaces

Wie schon eingangs erwähnt, zählt Barcelona zu den absoluten Hotspots für ortsunabhängiges Arbeiten in Europa. Dementsprechend viele Coworkingspaces und Cafés mit WiFi gibt es in der Stadt. Hinzu kommt das städtische WiFi-Netzwerk, das in nahezu jedem Winkel der Stadt kostenfreien Internetzugang ermöglicht.

Gut zu wissen

Nicht nur die Betreiber:innen von Unterkünften und gastronomischen Betrieben haben die Bedeutung Barcelonas für Workations und Langzeitaufenthalte längst erkannt. Auch die Stadt bietet im Rahmen des Programms Barcelona Workation viele nützliche Tipps und Hilfestellungen an. Beispielsweise wurde die Barcelona Card Workation entwickelt, die sich speziell an Remote-Worker:innen richtet und viele Vergünstigungen und Rabatte für lokale Attraktionen und Dienstleistungen umfasst.

3. Südtirol (Italien)

Wer bei der Wahl des Workation-Standorts besonderen Wert auf Ruhe, unberührte Natur und kulinarischen Genuss legt, sollte sich Südtirol einmal genauer anschauen. Die nördlichste Provinz Italiens besticht durch ihre außergewöhnliche Kombination aus alpin-mediterraner Landschaft, die sich auch in der landestypischen Küche widerspiegelt. Beeindruckende Gebirgsketten wechseln sich hier mit Badeseen, Weinanbau und Zypressen ab und bis zu 300 Sonnentage im Jahr locken nach draußen in die Natur.

Neben der ursprünglichen Landschaft schläft in Südtirol aber auch der digitale Fortschritt nicht. So wurde beispielsweise 2017 der NOI Technologiepark in Bozen ins Leben gerufen, der vor allem die Förderung und den Austausch von Start-ups und innovativen Unternehmensideen zum Ziel hat.  

Klima

In Südtirol lassen sich die vier Jahreszeiten in ihren schönsten Ausprägungen genießen. Während die Temperaturen im Sommer in Bozen durchaus auch die 30-Grad-Marke überschreiten und die umliegenden Seen zum Baden einladen, locken im Winter die vielen Skigebiete der Region mit Schnee.

Sprache

Obwohl Südtirol heute geografisch zu Italien gehört, sind neben Italienisch auch Deutsch und Ladinisch offizielle Amtssprachen. Etwa 2/3 der Bevölkerung in Südtirol spricht Deutsch, wobei vor allem in Bozen und Meran auch die italienische Sprache verbreitet ist.

Unterkünfte

In Südtirol sind es besonders Hotels und Gasthöfe, die sich in Richtung der ortsunabhängig Arbeitenden ausrichten. Immer häufiger ergänzen sich dort erholsame Wellness-Angebote mit hochwertigen Arbeitsplätzen und Highspeed-Internet, um dieser Zielgruppe entspannte Workation-Aufenthalte zu bieten.

Lebenshaltungskosten

Obwohl Südtirol zu Italien gehört, liegen die Lebenshaltungskosten dort deutlich über dem italienischen Durchschnitt. Im Vergleich zu Deutschland müsst ihr hier für Kost und Logis mit Preisen rechnen, die in etwa auf dem Niveau von München liegen. Wenngleich die Workation unter diesen Bedingungen vielleicht insgesamt etwas kürzer ausfällt, lohnt sich Südtirol aber allemal auch für einen begrenzteren Zeitraum.

Internet und Coworkingspaces

Während ausgewählte Hotels und Gasthöfe auch in abgeschiedeneren Teilen von Südtirol kleine Workation-Oasen geschaffen haben, sind die optimalen Bedingungen für Arbeiten und Entspannen vor allem in der Umgebung rund um die Landeshauptstadt Bozen gegeben. Hier finden sich neben dem NOI Tech Park verschiedene weitere Coworkingspaces, in denen es sich arbeiten und netzwerken lässt. Inzwischen sind übrigens 111 der 116 Gemeinden in Südtirol an das Glasfasernetz angeschlossen und der Ausbau schreitet weiter voran.

Gut zu wissen

Der IDM Südtirol, ein Zusammenschluss von Land und Handelskammer, hat sich zum Ziel gesetzt, die wirtschaftliche Entwicklung Südtirols voranzutreiben und dabei insbesondere auf zukunftsweisende Bereiche zu setzen. IDM steht für Innovators, Developers and Marketers und über eine speziell eingerichtete Website zum Thema Workation bietet der IDM Südtirol neben vielen Informationen zu Unterkünften, Coworkingspaces und Freizeitgestaltung sogar eine individuelle Beratung zur Planung eines Workation-Aufenthalts in Südtirol an.

4. Split (Kroatien)

Split ist die größte Stadt in der Region Dalmatien an der Adriaküste. Ihre Anfänge gehen zurück bis etwa 300 n. Chr. und bis heute noch sind einige beeindruckende historische Bauwerke aus der Römerzeit erhalten.

Neben diesen Relikten aus der Antike hat Split aber auch für Digital Natives in der Gegenwart einiges zu bieten. Die Hafenstadt verfügt wie alle größeren Städte Kroatiens über einen ausgezeichneten Internetempfang, der in vielen Cafés vor Ort kostenlos genutzt werden kann. Außerdem kommen beispielsweise Kenner der Serie Game of Thrones im örtlichen Game of Thrones Museum sowie an den verschiedenen Drehorten im Stadtgebiet auf ihre Kosten. Und nach der Arbeit laden gleich mehrere Kies- und Sandstrände in Split zum Baden und Entspannen ein.

Klima

Split zeichnet sich durch ein mediterran-subtropisches Klima aus. Während es im Sommer oft heiß und trocken ist, fällt in den Wintermonaten zwischen Dezember und März relativ viel Regen. Als optimale Zeit für eine Workation in Split eignen sich daher vor allem die Monate Juni bis Oktober. 

Sprache

Aufgrund des Tourismus ist in den größeren Orten und entlang der Küste Kroatiens nicht nur Englisch sehr verbreitet, sondern man findet sogar vergleichsweise häufig Einheimische, die Deutsch sprechen oder zumindest verstehen. Es ist also für eine grundlegende Verständigung nicht zwingend erforderlich, Kroatisch sprechen zu können.

Unterkünfte

Der Tourismus zeigt sich in Split auch an der großen Anzahl an Hotels und Pensionen, die neben Ferienhäusern und Apartments zu den am weitesten verbreiteten Unterkunftsarten zählen.

Lebenshaltungskosten

Ein Aspekt, der Kroatien gerade als Langzeit-Reiseziel für Workations interessant macht, sind die niedrigen Lebenshaltungskosten. Laut des Statista Preisniveauindex fallen sie im Vergleich zu Deutschland um ca. 37 % geringer aus. Das macht sich insbesondere bei Mieten und Restaurantbesuchen bemerkbar, die gemessen an deutschen Preisen entsprechend erschwinglich erscheinen. Wer also während seiner Workation gern regelmäßig Essen gehen oder ein Getränk an der Strandbar genießen möchte, ist in Split gut aufgehoben.

Internet und Coworkingspaces

Split bietet ortsunabhängig Arbeitenden mehrere Coworkingspaces im Stadtgebiet. Alternativ sind allerdings auch sehr viele Cafés mit WiFi ausgestattet, in denen es sich bei einer Tasse Kaffee und Meerblick sehr entspannt arbeiten lässt. Wer jedoch eine ruhigere Umgebung zum Arbeiten bevorzugt, sollte bei der Wahl seiner Unterkunft auf einen entsprechenden Arbeitsplatz innerhalb der eigenen vier Wänden achten.

Gut zu wissen

Obwohl Kroatien bereits seit 2013 Mitglied der Europäischen Union ist, ist das offizielle Zahlungsmittel bis heute die kroatische Kuna. Ab 1. Januar 2023 wird die Kuna allerdings vom Euro abgelöst, sodass für Workations ab dem kommenden Jahr kein Geldwechsel und Umrechnen von Währungen mehr nötig sein wird.

5. Madeira (Portugal)

Die zu Portugal gehörende Atlantikinsel Madeira gilt (noch) als Geheimtipp für Workations. Madeira wird aufgrund ihrer atemberaubenden Natur und des subtropischen Klimas auch Blumeninsel genannt und gern auf Augenhöhe mit Hawaii verglichen. Sowohl Wanderer als auch Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten und das Angebot an Outdoor-Aktivitäten wie Wal- und Delfinbeobachtung, Offroadtouren oder Paragliding ist groß. Die größte Besonderheit an Madeira im Kontext von Workations ist allerdings das erste „Digital Nomad Village“ in Ponta do Sol. Dieser kleine Ort liegt ca. 20 km von der Inselhauptstadt Funchal entfernt und hat sich komplett auf die Zielgruppe der ortsunabhängig Arbeitenden eingestellt.

Klima

Auf Madeira herrscht subtropisches Klima. Die Temperaturen bewegen sich das ganze Jahr in einem angenehm milden Bereich zwischen ca. 26 Grad im wärmsten Monat August und durchschnittlich etwa 15 Grad in den Wintermonaten.

Sprache

Da Madeira zu Portugal gehört, ist auch hier die offizielle Amtssprache Portugiesisch. Wer kein Portugiesisch spricht, kommt allerdings an den meisten Stellen auch mit Englisch recht gut weiter.

Unterkünfte

In Ponta do Sol finden sich neben Ferienhäusern und ein paar Hotels vor allem auch sogenannte Colivings – Wohneinheiten mit mehreren privaten Zimmern und einer gemeinschaftlichen Küche sowie Wohnbereichen, die speziell für das Zusammenleben mit anderen Remote-Worker:innen konzipiert wurden.

Lebenshaltungskosten

Außerhalb der Inselhauptstadt Funchal liegen die Preise in Madeira im portugiesischen Durchschnitt und damit ein gutes Stück weit unterhalb der Kosten in Deutschland. Besonders die Fahrten mit öffentlichen Bussen sind vergleichsweise günstig. Gerade in entlegeneren Orten oder bei längeren Distanzen empfiehlt sich auf Madeira allerdings trotzdem ein Leihwagen.

Internet und Coworkingspaces

Sowohl in Funchal als auch in den dichter besiedelten Gebieten entlang der Südostküste finden sich verschiedene Coworkingspaces und die Verfügbarkeit von mobilem Internet ist in diesen Bereichen ebenfalls stabil. In Ponta do Sol gibt es mitten im Ort sogar einen kostenfreien Coworkingspace mit Highspeed-Internet und individuellen Arbeitsplätzen.

Gut zu wissen

Madeira hat ein vergleichsweise weit verzweigtes Netz an Buslinien, sodass man die meisten Orte gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Da allerdings mehrere Busunternehmen auf der Insel verkehren, die jeweils unterschiedliche Ticketsysteme haben, gestaltet sich die Planung von Fahrten oft etwas umständlich. Gerade für weitere Strecken und individuelle Ausflüge sollte man darum lieber einen Mietwagen in Erwägung ziehen.


Ob allein, zusammen mit Freund:innen oder sogar mit der ganzen Familie: Eine Workation lässt sich vollkommen individuell gestalten und welches Reiseziel das beste ist, liegt natürlich ganz im Auge des Betrachters oder der Betrachterin.
Grundsätzlich lohnt es sich, eine Workation frühzeitig zu planen. So spart ihr nicht nur häufig bei den Transportkosten für An- und Abreise, sondern habt auch eine weitaus größere Auswahl an schönen Unterkünften, die zusammenhängend für mehrere Wochen verfügbar sind. Außerdem bieten viele Vermieter Sonderkonditionen bei längeren Aufenthalten an.
Aber auch Kurzentschlossene sollten sich nicht abschrecken lassen. Gerade in größeren Städten ergeben sich oft kurzfristig Möglichkeiten zur privaten Zwischenmiete und eine gewisse Flexibilität was Lage und Unterkunft angeht, kann auch ganz neue Perspektiven eröffnen.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Beitrag ein paar Ideen und Anregungen liefern konnten, die euch bei der Planung eurer nächsten Workation von Nutzen sind und freuen uns über euer Feedback.


Quellen:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Roaming/start.html
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/234012/umfrage/preisniveauindex-in-den-eu-laendern/
https://www.idealista.com/de/news/leben-in-spanien/2021/06/28/18031-lebenshaltungskosten-in-spanien-2021
https://www.idealista.pt/de/news/leben-in-portugal/2021/06/28/3282-lebenshaltungskosten-in-portugal-2021
https://www.barcelonaturisme.com/shopv3/en/product/28191/barcelona-card-workation.html
https://www.suedtirol.info/de/workation

Bilder:
https://de.depositphotos.com/portfolio-18431654 (maksimirkha.gmail.com)
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https://de.123rf.com/profile_anshar
https://de.123rf.com/profile_anilah
https://de.123rf.com/profile_bloodua

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