Berufe der Zukunft – Ist Ihr Job dabei?

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Inhaltsverzeichnis

Die letzten Pandemiejahre haben uns deutlich vor Augen geführt, welchen hohen Stellenwert die Digitalisierung in unserer Arbeitswelt bereits einnimmt. Homeoffice-Pflicht, wo es vorher undenkbar gewesen wäre, Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen nur via Teams, Slack und Co.. Schnell mussten Unternehmen Wege finden, wie sie analoge Prozesse digitalisieren und automatisieren konnten, um ihr Tagesgeschäft weiter fortführen zu können. Und auch jetzt, wo die Homeoffice-Pflicht gefallen ist und langsam wieder Leben in die Büros zurückkehrt, ist klar:

Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen bleiben weiterhin extrem relevant für Unternehmen und werden den Bedarf nach Arbeitskräften in den nächsten Jahrzehnten stark beeinflussen.

Dieser Trend der Automatisierung und Digitalisierung zeigt sich schon länger und auch der Fachkräftemangel ist kein neues Thema. Auf der einen Seite wird der Einsatz von Cloud Technologien, künstlicher Intelligenz, Robotik, Big Data Analytics und Virtual-/Augmented Reality in Zukunft eine noch größere Relevanz haben und neue Arbeitsplätze schaffen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften in der IT-Branche nimmt deshalb bereits jetzt schon stark zu.

Aber auch der Bedarf an Arbeitskräften im sozialen und kreativen Bereich, Bereiche, in denen vor allem menschliche Kompetenzen wie Empathie oder Kreativität gefragt sind, steigt. Auf der anderen Seite fallen nach und nach “geistige Routinetätigkeiten” der Automatisierung zwecks Produktivitätssteigerung zum Opfer.

Wir wollen deshalb in diesem Blogbeitrag einen kleinen Einblick geben, welche Berufe in Zukunft wahrscheinlich (weiterhin) stark gefragt sein werden und in welche Berufe sich ein Neueinstieg eher nicht lohnt. Dabei werden wir auf die vier Zukunftsfelder IT und Technologie, Soziales und Beratung, Kreatives und Marketing und Handwerk näher eingehen.

Mit Sicherheit ist die Zukunft nicht in Stein gemeißelt. Trends werden jedoch seit Jahren in Studien wie der Oxford Studie “Future of Employment” (2013), den Reports des World Economic Forums zur Zukunft der Arbeit (2018, 2020), oder auch in Reports zu Stellenausschreibungen von LinkedIn aufgezeigt.

Vor allem junge Menschen kurz vor dem Berufseinstieg sollten unbedingt auf diese großen Strömungen achten, um gleich mit Rückenwind in den Beruf zu starten. Natürlich sind Talente und persönliche Interessen der beste Kompass zur Wahl eines Berufsfeldes, dabei sollte jedoch auch immer die Zukunftsfähigkeit eines Jobs berücksichtigt werden. Aber auch für Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen können diese Entwicklungen eine Chance bieten. Viele Berufe der Zukunft ermöglichen einen Quereinstieg, weil häufig noch keine spezialisierte Ausbildung oder ein spezialisiertes Studium angeboten und gefordert wird und interdisziplinäres Wissen nicht selten sogar von Vorteil ist.

Zukunftsfeld #1 : IT und Technologie

Besonders die IT- und Technologiebranche ist im Aufschwung und Experten werden händeringend gesucht. Diese Entwicklung ist geprägt vom verstärkten Aufkommen und der Adaption neuer Technologien in Bereichen wie Cloud Computing, Big Data Analytics, IoT, Künstliche Intelligenz, Robotik, Augmented- und Virtual Reality, Blockchain und E-Commerce. 

Auch Themen, die eng an globale Herausforderungen und Krisen gekoppelt sind, werden zunehmend relevant: IT-Security, Verschlüsselung und Umwelttechnik. 

Es ist davon auszugehen, dass der Bedarf an IT- und Technologieexperten in den nächsten Jahrzehnten noch weiter wachsen wird. Interessant dabei: Es werden nicht nur Kompetenzen in Bereichen wie Development, IT-Architektur, Data Analytics und IT-Security benötigt, sondern auch IT-Projektmanager, Product Manager/Product Owner und Qualitätssicherungsexperten sind gefragt, da sie als eine Schnittstelle zwischen IT und Mensch fungieren müssen.

Bei den Berufsbezeichnungen werden wir im Folgenden für eine bessere Lesbarkeit nur das generische Maskulinum verwenden, da sich deutsche und englische Bezeichnungen teils abwechseln werden, inkludieren hier jedoch natürlich alle Geschlechter.

Beispiele für Berufe der Zukunft im Bereich IT und Technologie

  • Data Analyst und -Scientist
  • KI und Machine Learning Spezialist
  • Software-, App- und Cloud Developer
  • Big Data Spezialist, Data Engineer und Data Architect
  • Information Security Analyst
  • Robotic Engineer
  • Software Qualitätssicherungsexperte
  • IT-Projektmanager
  • Digital Product Manager/Product Owner
  • Prozessautomatisierungsexperte
  • E-Commerce Spezialist
  • Blockchain Experte
  • Ingenieur (besonders in den Bereichen Umwelt- und Energietechnik)

Zukunftsfeld #2 : Soziales und Beratung

Menschliche Kompetenzen wie Empathie und soziale Intelligenz sind (zumindest auf dem heutigen Stand der Entwicklung) nicht durch Technologien und künstliche Intelligenz zu ersetzen. Deshalb ist es eine große Aufgabe der Politik und der betroffenen Einrichtungen, soziale Berufe wieder attraktiver zu machen. Denn hier wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren durch den demografischen Wandel noch weiter dramatisieren. Neben Berufen im Gesundheitswesen, der Pflege und der Erziehung werden durch die zunehmende Digitalisierung des Arbeitsalltags auch beratende Tätigkeiten in Bereichen wie Unternehmenskultur, Arbeitszufriedenheit und Fitness und Gesundheit weiterhin relevant bleiben oder sogar weiter an Relevanz zunehmen.

Beispiele für Berufe der Zukunft im Bereich Soziales und Beratung

  • Kranken- und Altenpflegekraft
  • Pädagogen / Lehrer / Trainer
  • Sozialarbeiter
  • Ärzte
  • Augenoptiker
  • Hörakustiker
  • Organizational Change Manager und HR Berater
  • Gesundheitscoach
  • Psychologe

Zukunftsfeld #3 : Kreatives und Marketing

Wie soziale Intelligenz und Empathie ist auch Kreativität eine nativ menschliche Fähigkeit. Experimente wie von künstlicher Intelligenz geschriebene Musikstücke, Artikel oder Bücher zeigen zwar, wie beeindruckend die Fortschritte in diesen Technologien sind, es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass diese in Zukunft den Bedarf an menschlicher Kreativität schmälern werden. Es zeigt sich aber: vor allem im Marketing- und im Designbereich geht der Trend zum Digitalen. Digitale Produkte, Online-Marketingkampagnen und digitale Unternehmensauftritte auf Websites und auf Social Media erhöhen den Bedarf an digital affinen Kreativen.

Beispiele für Berufe der Zukunft im Bereich Kreatives und Marketing

  • Online Marketing Manager
  • Social Media Manager
  • Content Creator (Text, Bild, Video)
  • User Experience (UX) und User Interface (UI) Designer
  • 3D-Designer
  • Entertainer und Influencer
  • Musikproduzent

Zukunftsfeld #4 : Handwerk

Vor allem das Handwerk kämpft bereits seit vielen Jahren mit dem Arbeitskräftemangel. Die Wartezeiten für Handwerksdienstleistungen zum Beispiel in den Bereichen Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Dachdeckerei, Elektrik und Bau betragen schon heute oft mehrere Monate. Dabei ist vor allem das Handwerk ein wichtiger Baustein, um unsere Zukunft ökologischer und zukunftssicher zu gestalten und trägt maßgeblich zur Entwicklung unserer Gesellschaft bei. Handwerksberufe sind deshalb ganz klar Berufe der Zukunft.

Beispiele für Berufe der Zukunft im Handwerk

  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Wärme-,Kälte- und Schallschutzisolierer
  • Elektroniker
  • Anlagenbauer Solartechnik
  • Gerüstbauer
  • Land- und Baumaschinenmechatroniker
  • Straßenbauer
  • Trockenbaumonteur
  • KFZ-Mechatroniker

In welche Berufe lohnt sich kein Neueinstieg?

Nachdem wir einen Einblick gegeben haben, in welche Berufe sich ein Neu- oder Quereinstieg besonders lohnen könnte, geben wir im Folgenden noch Beispiele für Berufe, deren Bedarf in Zukunft wahrscheinlich durch die zunehmende Automatisierung von Routinetätigkeiten und den Einsatz von künstlicher Intelligenz abnehmen wird. Der deutlichste Einfluss durch Automatisierung und Technologie zeigt sich auf dem Level von spezifischen Tasks wie der manuellen Dateneingabe, dem Ausführen von Berechnungen oder routinierten physischen Tätigkeiten. Berufsfelder, in denen diese Tasks überwiegen, werden in Zukunft wahrscheinlich einen deutlichen Stellenabbau erleben.

Beispiele für besonders gefährdete Berufsfelder und Berufe

  • Buchhaltung
  • Sekretariat
  • Repetitive Tätigkeiten in der Produktion
  • Lagerarbeit
  • Datentypist
  • Bank-/Versicherungskaufmann/kauffrau (mit Ausnahme beratender Tätigkeiten)
  • Verwaltungstätigkeiten im öffentlichen Dienst (z.B. bei der Beantragung von Ausweisen)

Entwicklungen im Freelancing

Schon seit Jahren ist eine erhöhte Nachfrage von freiberuflichen Experten zu verzeichnen, da sich der Fachkräftemangel schon jetzt deutlich bei den Unternehmen zeigt. Freelancer aus Bereichen wie IT- und Technologie, Online Marketing und Design sind so gefragt wie nie, denn das Freelance-Modell ist für beide Seiten attraktiv. Unternehmen erhalten schnelle Unterstützung für ihre Projekte und können hohe Kosten, die durch unbesetzte Rollen entstehen, teilweise kompensieren. Freelancer auf der anderen Seiten profitieren von der Flexibilität und der Möglichkeit, zu eigenen Bedingungen zu arbeiten.

Noch Unentschlossene, die den Schritt in die Selbstständigkeit schon länger wagen wollen, aber noch nicht den richtigen Zeitpunkt gefunden haben, finden sich jetzt also in einer besonders guten Ausgangssituation wieder: Die Not bei den Unternehmen ist groß und der Bedarf an qualifizierten Leuten hoch.

Fazit

Auch wenn sich unsere Arbeitswelt verändert und bestimmte Berufszweige in Zukunft durch die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung weniger relevant sein werden als andere, gibt es gerade jetzt auch große Chancen, die es zu ergreifen gilt. Vor allem in den Bereichen IT und Technologie, Soziales und Beratung, Kreatives und Marketing und dem Handwerk ist der Bedarf an Arbeitskräften so hoch wie nie und in vielen Berufen sind die Einstiegshürden niedriger als man vielleicht denken sollte, sodass hier vor allem auch Berufsneueinsteiger und -einsteigerinnen und Quereinsteiger und -einsteigerinnen profitieren können.

Fehlt Ihnen ein wichtiger Beruf? Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen!


Quellen

The Future of Jobs Report 2018 – World Economic Forum
The Future of Job Report 2020 – World Economic Forum
The Future of Employment: How susceptible are Jobs to Computerisation? – C. B. Frey & M. A. Osborne (2013)
Jobtrends in Zeiten von Corona – LinkedIn (2021)


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